Bienvenido a Tarabuco

Nun fast einen Monat nach Ankunft in Tarabuco bin ich schon etwas angekommen. 

Leben tue ich nun in einer Mädels WG mit zwei weiteren Freiwilligen, in einem Hostel. Dabei ist das ganze eigentlich ehr wie eine Familie mit Gastmutter und Gastvater, die noch drei Kinder haben, von dem der kleinste bei uns in Tarabuco lebt und die anderen beiden in Sucre zur Schule gehen. 

Der kleine ist fast zwei Jahre alt und hat soviel Unfug im Kopf, dass es nie langweilig wird. So hat er schon den kompletten Wasserfarbkasten ausgeschleckt und war kunterbunt und im Gesicht, ist einen ganzen Tag mit zwei Topfdeckeln, Musik machend, durch den Hof gehüpft und hat eine Mitfreiwillige mit der Luftpistole erschossen und mit einem „Ciao“ verabschiedet.

Ich selbst arbeite zur Zeit in der Alcaldía (dem Rathaus) und helfe im Tourismusbüro. Da im Moment Ferien sind, ist kein Unterricht in den Schulen und so habe ich im Moment im Visier, nach den Ferien, wieder in den Englisch Unterricht einzusteigen. Auch mit dem Wissen, dass der Englisch Unterricht in Tarabuco ebenfalls wenig Nachhaltigkeit zeigt, möchte ich den Kindern die lernen möchten, den Unterricht ermöglichen und kann so auch Kulturellenaustausch betreiben. 

Zurzeit bin ich oft am backen und ausprobieren, was neue Rezepte angeht. Hier haben wir nämlich eine eigene Küche mit Gasherd! Auch wenn man sich erst an die Eigenheiten des Herds (im Herd viel oder wenig Feuer, Herdplatte an oder aus) gewöhnen muss, ist es wunderschön endlich selbst mal wieder etwas in der Küche tun zu können. Die Einkäufe sind dann manchmal etwas lustig, wenn man drei Männer im Supermarkt braucht, bis mal wer weiß was Puderzucker ist, oder wem erklärt, dass man gerne einen Teebeutel ohne Tee hätte. Teebeutel für losen Tee scheint es hier in Bolivien tatsächlich nicht zu geben… . 

Die Weihnachtszeit werden wir zusammen mit unserer Gastfamilie verbringen und die freie Zeit zum Streichen und für Gartenarbeiten nutzen. Da mir mein Ladekabel letztens abhanden gekommen ist (ein neues ist auf dem Weg), kann ich in nächster Zeit erstmal keine besonderen Fotos machen und werde öfter Mal zur Handykamera freuen, um wenigstens ein paar Eindrücke festhalten zu können. Je nach Internet werde ich diese dann natürlich mit euch teilen. 

Und da im Moment Regenzeit ist und es die meiste Zeit ganz schön kalt ist… War ich letztens Shoppen. Unglaublich was man hier Second Hand alles bekommt! Für zwei Pullover und ein T-Shirt habe ich je 1Boli(viano)/ Peso bezahlt ( 1€ entspricht hier 7Bolis!)  so bin ich jetzt gewappnet für all die Kälte und Wärme, die sich hier abwechselt

Da es gerade draußen Regnet und auch die Schüsse in den Himmel von den Einheimischen die Wolken nicht vertreiben, ist das Internet nicht besonders gut und ich werde die Fotos zu einem späteren Zeitpunkt hochladen muessen. (Die Schüsse sollen den Regen vernhalten, und so wird schon die ganzen letzten Wochen fleißig geschossen)

Und wo wir gerade bei dem Regen sind… Hier in Bolivien wurde der Wassernotstand ausgerufen, was bedeutet, dass wir im Moment mehr auf das Wasser schauen. Durch unseren Gastvater bekommen wir die Ausmaße mit. So ist die größte Trinkstelle für die Tiere ausgetrocknet, Tiere sterben und die Ernte fällt mager aus, da die wechselnde Kälte und Wärme die Pflanzen kaputt macht… Wir vor Ort sind im Moment jedoch gut mit Wasser versorgt und suchen nach Anlaufpunkten, an denen wir als Voluntarios helfen können. 

Ich wünsche euch allen eine wundervolle Weihnachtszeit! Viele liebe weihnachtliche Grüße aus Bolivien. 

Kati

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